FAQ
Geburt 3000 – Zukunftsfähige Geburtshilfe gestalten
Was ist Geburt 3000?
«Geburt 3000» expandiert die ausserklinische, hebammengeleiteten Versorgung in der Schweiz
«Geburt 3000» ist eine gemeinnützige, steuerbefreite Stiftung (gegründet am 21. Oktober 2025). Der Stiftungszweck von Geburt 3000 setzt bei den strukturellen Versorgungs-dimensionen an mit dem Ziel, möglichst vielen Frauen, die hebammengeleitete physiologische Geburtsbegleitung im ausserklinischen Setting zu ermöglichen. Die ausserklinische, hebammengeleitete Geburtshilfe aus ihrem Nischendasein (rund 4% der Geburten seit
30 Jahren) heraustreten und ein für alle zugängliches und leicht erreichbares Versorgungsangebot werden.
Wozu Geburt 3000?
«Geburt 3000» beinhaltet eine integrative geburtshilfliche Versorgungsweise, die in ihrem Grundsatz das Miteinander zwischen einem Spital und einem Geburtshaus in den Vordergrund stellt. Zudem will «Geburt 3000» die Aufmerksamkeit auf die autonome, hebammengeleitete Geburtshilfe für möglichst viele Schwangeren mit einem niedrigen Risikoprofil lenken. Heute sind viele Schwangeren nicht ausreichend über die Existenz und die Vorteile von Geburtshäusern informiert. Bildung und Aufklärung können eine wichtige Rolle dabei spielen, das Bewusstsein für alternative Geburtsorte zu schärfen.
Was ist ein Geburtspavillon?
Ein Geburtspavillon ist ein autonomes, hebammengeleitetes Geburtshaus direkt auf einem Spitalgelände. Dieses arbeitet in strategischer Allianz mit dem Partnerspital und verbindet ausserklinische Betreuung mit der von Frauen gewünschten Sicherheit eines nahegelegenen Spitals.
Warum wird ein Geburtspavillon gebaut?
Mit der Nähe des Geburtspavillons mit dem Label «Geburt 3000» zum Kooperationsspital, wird die physische Erreichbarkeit von Geburtshäusern begünstigt und die Wahlfreiheit vieler Frauen in der Schweiz verbessert. Heute fehlen wohnortnahe Angebote der ausserklinischen Geburtshilfe, was die Wahlfreiheit betroffener Frauen und ihren Familien stark einschränkt.
Wo wird der erste Geburtspavillon gebaut?
Der erste Geburtspavillon entsteht auf dem Spitalgelände Uster in Kooperation mit dem Partnerspital Uster und dem Geburtshaus Zürcher Oberland. Die Eröffnung ist auf Ende Sommer 2027 geplant.
Wie lange wird gebaut – respektive wann soll der erste Geburtspavillon in Betrieb gehen?
Baubewilligung: ca. Juni 2026
Baustart: ca. August/September 2026
Inbetriebnahme: August 2027
Wie ist der Geburtspavillon organisiert?
Der Pavillon wird von einem Hebammenteam betrieben, das fachlich, finanziell und juristisch die volle Verantwortung für den Betrieb des Geburtspavillons trägt. Das Hebammenteam arbeitet in enger strategischer Allianz mit dem Partnerspital. Die wissenschaftliche Begleitung der Betreuungsqualität, gemessen an Gesundheitsergebnissen für Mutter und Kind, sowie Arbeitszufriedenheit von Hebammen, erfolgt durch eine Hochschule.
Welche Vorteile bietet das Modell?
- Verbindung von klinischer und ausserklinischer Versorgung
- Förderung der risikoabgestuften geburtshilflichen Versorgung
- Bildung einer gemeinsamen geburtshilflichen Philosophie zwischen inner- und ausserklinischer Geburtshilfe (durch gemeinsame Konzepte, Weiterbildungen, Fallbesprechungen).
- Nähe, Ruhe und Vertrauen für Frauen und Fachpersonen
- Optimierte Arbeitsabläufe
- Nachhaltige Holzbauweise und Healing Architecture
- Regional und national skalierbares geburtshilfliches Versorgungsmodell
- Förderung ambulanter geburtshilflicher Hebammenversorgung
Was ist der Nutzen und die Wirkung für die Gebärenden und die Neugeborenen?
Frauen erhalten eine sichere, respektvolle und selbstbestimmte geburtshilfliche Versorgung. Neugeborene profitieren von einer geborgenen Umgebung mit medizinischer Sicherheit durch Spitalnähe.
Ist die Hebammenarbeit im Geburtspavillon sicher?
Ja, es gibt viele Evidenzen dafür, dass die hebammengeleitete geburtshilfliche Versorgung bei Frauen mit tiefem Risikoprofil ebenso sicher ist, wie im Spital. Die unmittelbare Nähe zu einer Klinik mit Geburtshilfe, und intensivmedizinischer- sowie neonatologischer Betreuung garantiert – beim Auftreten eines unerwarteten Notfalls - höchste Sicherheit.
Wie hoch sind die Gesamtkosten des Projekts?
Die Gesamtkosten für den Bau des ersten Geburtspavillons betragen ca. CHF 2’500’000.–
Wie wird das Projekt finanziert?
Das Projekt wird durch Beiträge von Förderstiftungen und private Spenden finanziert. Bislang liegt eine Zusage über CHF 500’000 vor.
Warum sind Spenden so wichtig? Wieso braucht es Spenden?
Als neugegründete Stiftung verfügt die Stiftung Geburt 3000 über begrenzte Eigenmittel. Für die Realisierung des Pilotprojekts sind Beiträge von Förderstiftungen und privaten Spender:innen notwendig.